Miasmen

Der Bedeutungsumfang dieses Begriffs beschränkt sich nicht rein auf den biologisch-medizinischen Effekt der „Krankheits­übertragung“, sondern kann auch im übertragenen Sinne auf die geistig-emotionale Ebene angewandt werden.

Hippokrates von Kos (um 460–375 v. Chr.) gilt als Begründer der Lehre von den Miasmen, der giftigen Ausdünstungen des Bodens, die mit der Luft fortgetragen werden und so zur Weiterverbreitung von Krankheiten beitragen sollten.

Hahnemann hat diesen Begriff für sich in der Homöopathie benutzt und meint die erbliche oder erworbene Ansteckung.

Womit keinesfalls ein Gendefekt der Zellen bei einer Vererbung gemeint ist, sondern eher welche Disposition der Patient seitens der Eltern und Großeltern vererbt bekommen hat.

Chronisches Miasma = chronische Krankheit im homöopathischen Sinne. Sie stört die normalen Abläufe im Organismus und verursacht z. B. Stoffwechsel­störungen, Allergien oder Kreislaufregulationsstörungen. Der Organismus kann diese Abläufe leider nicht selbst regulieren und sich von den Miasmen befreien.

Deshalb ist das Erkennen der Miasmen für den Therapeuten wichtig.